Von Edgar Austen
Am Freitag,dem 13.März 2009, zwei Tage nach den furchtbaren Ereignissen in Winnenden, hatten Schüler und Schülerinnen des Fachgymnasiums ( 073 ) und Schulpfarrer Edgar Austen zu einer Gedenkandacht in den Raum 101 eingeladen, der bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz besetzt war. Auf einem Tisch waren 16 brennende Kerzen für die Toten aufgestellt, daneben ein Blumenstrauß. Viele Schüler und Schülerinnen mussten vor dem Eingang warten. Nachdem zwei Schüler ihre eigenen Betroffenheiten Ausdruck verliehen hatten und sie auch die Frage stellten, was machen wir zur Prävention hier an den BBS II , wurden zwei Gebete vorgetragen, in denen der Glaube und die Sehnsucht nach Liebe und Frieden hier auf dieser Erde benannt wurden. Edgar Austen unterstrich in seiner Ansprache das plötzliche Herausgerissenwerden aus dem alltäglichen Leben der Ermordeten und wies darauf hin, dass bei allen Überlegungen einer zukünftigen Prävention die innere Haltung eines Menschen wichtig sei. Wird diese von religiösen Werten wie der Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit bestimmt, kann sich im Herzen kein Hass ausbilden. Bibel und Koran nehmen dazu eindeutig Stellung. Es ginge darum, diese Worte der Liebe auch in den Schulalltag umzusetzen und lebendig werden zu lassen. Am Ende der Andacht konnten die Zuhörer ein Teelicht zum Gedenken an die Opfer von Winnenden anzünden und in der Pausenhalle aufstellen. Jürgen Kauer untermalte mit zwei Posaunenstücken die nachdenkliche Stimmung. |