Berufliches Gymnasium Technik

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Martin Dräger

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FG

Turbo-Abitur, Fachabitur, "richtiges" Abitur - eine Begriffserklärung

Manche Begriffe sind in der Welt und lassen sich dann nicht mehr zurückholen. Ein besonders hartnäckiger Vertreter diese Spezies ist das ominöse Fachabitur. Was verbirgt sich dahinter? Das ist schwer zu sagen, vielleicht so viel - es gibt kein Fachabitur. Es gibt die allgemeine Hochschulreife und die Fachhochschulreife. Beide Abschlüsse können an der Heinrich Büssing Schule erworben werden, erstere am Beruflichen Gymnasium und letzterer an der  Fachoberschule.

Dank des Zentralabiturs (landeseinheitliche Prüfungen), kann man mit dem an der Heinrich Büssing Schule erworbenen Abitur alles studieren, also auch Schönheitschirurg, Rechtsanwalt, Architekt oder gar Lehrer werden.

Das wollten auch die Redakteure der Braunschweiger Zeitung wissen und führten ein Interview mit der Schulleitung.

Hier ist der Artikel aus der BZ vom 27.6.

 

Aktuelles

Am 2. Februar 2012 um 18 Uhr findet die Informationsveranstaltung für das Schuljahr 2012/2013 im Raum 101 statt. Hierzu sind alle interessierten Eltern und Schüler herzlich eingeladen. 

Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Im ersten Prüfungsfach Technik wird zusätzlich zu den bisherigen Schwerpunkten Informationstechnik und Metalltechnik zum nächsten Schuljahr der neue Schwerpunkt Mechatronik eingeführt.

Wer sind wir?

Das Berufliche Gymnasium Technik ist eine gymnasiale Oberstufe mit einer berufsbezogenen Schwerpunktbildung im technischen Bereich. Diese Schwerpunktbildung spiegelt sich  in den Profilfächern Technik , Betriebs- und Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung wieder.

An unserem Beruflichen Gymnasium Technik bieten wir die Schwerpunkte Informationstechnik und Metalltechnik an.

Wie jede gynasiale Oberstufe führt auch das Berufliche Gymnasium Technik   in durchschnittlich drei Jahren zur allgemeinen Hochschulreife, die uneingeschränkt zum Studium in allen Fachrichtungen an allen Universitäten und Hochschulen berechtigt.

Aufnahmevoraussetzung

Aufnahmevoraussetzung ist grundsätzlich der Erweiterte Sekundarabschluss I.

Im Einzelnen kann diese Aufnahmevoraussetzung erfüllt werden durch:

  • die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe
  • den Erweiterten Sekundarabschluss I einer allgemein bildenden Schule (z.B. Realschule)
  • den Erweiterten Sekundarabschluss I einer berufsbildenden Schule (z.B. Berufsfachschule).

In die Klasse 12 kann aufgenommen werden, wer in einer berufsbildenden Schule der gleichen Fachrichtung die Fachhochschulreife erworben hat und in den Klassen 7 bis 10 am versetzungsrelevanten Unterricht in einer zweiten Fremdsprache teilgenommen hat.

Was unterscheidet ein Berufliches Gymnasium von einem "normalen" Gymnasium?

Das Fachgymnasium Technik beginnt mit der Klasse 11, so dass alle Schülerinnen und Schüler hier erstmalig zusammen kommen. Das dürfte u.a. für Realschülerinnen und Realschüler ein ganz wichtiger Vorteil sein, denn die Orientierung ist damit leichter als an in einem langjährig gewachsenen Klassenverband, wie sie ihn z.B. an einem herkömmlichen Gymnasium vorfinden würden.

Auch Schülerinnen und Schüler, die älter als 19 Jahre sind, können unser Berufliches Gymnasium besuchen.

Warum ist das Berufliches Gymnasium eine Alternative zu einem herkömmlichen Gymnasium?

Das Berufliche Gymnasium ist eine gymnasiale Oberstufe besonderer Art. Durch die Anbindung an berufsbildende Schulen wird eine Integration in deren Arbeitsweise erreicht. Dadurch entsteht ein permanenter Kontakt zur Berufswelt. Die Nutzung der vorhandenen Fachräume, Werkstätten und Labore fördert die berufsbezogene Schwerpunktbildung.

Da unser Berufliches Gymnasium auf Technik ausgerichtet ist, sind bei uns insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler gut aufgehoben, die ihren Schwerpunkt in Technik und Naturwissenschaften sehen und in den Sprachen eher Probleme haben.

Wer in einen technischen Beruf will, erwirbt am Beruflichen Gymnasium Technik durch das Zusammenspiel von Theorie und Praxis erhebliche Vorteile, z.B. einen Zeitgewinn beim Studium.

Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung und den Erweiterten Sekundarabschluss I erworben hat, kann bei uns den Kollegstatus erhalten. Voraussetzung ist, dass genügend Kollegiaten für einen Kurs zusammenkommen. Mit der Kollegförderung ist dann eine besondere finanzielle Förderung möglich: der Staat honoriert die Weiterqualifikation durch elternunabhängiges BaFöG, das nicht zurückgezahlt werden muss.

Für Kollegschüler sind unsere Beruflichen Gymnasien in doppelter Hinsicht die richtige Adresse: Einerseits können sie ihre berufsfachliche Qualifikation bei uns theoretisch erweitern, andererseits profitiert der Unterricht besonders in den berufsbezogenen Fächern von den praktischen Erfahrungen dieser Schüler.

Unterrichtsorganisation

Der Unterricht wird in der Klasse 11 bis 13 im Klassenverband durchgeführt. Die Klasse 11 wird als die Einführungs- und die Klassen 12 und 13 werden als Qualifikationsphase bezeichnet.

Der schulische Teil der Fachhochschulreife wird erworben durch den Nachweis bestimmter Leistungen in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase (d.h. in der 12. bzw. 13. Klasse). Mit einem anschließenden mindestens einjährigen Praktikums nach Maßgabe der Vorschriften für die FOS 11 oder einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung kann hiernach die Fachhochschulreife erworben werden.

Wodurch ist der Unterricht am Beruflichen Gymnasium gekennzeichnet?

  • Er behandelt eingehend die Beziehungen zwischen Gesellschaft, Technik, Wirtschaft und Umwelt,
  • Er fördert die in allen Bereichen notwendige Selbstständigkeit bei der Planung, Beurteilung und Entscheidungsfindung,
  • Er zielt auf eine wissenschaftspropädeutische, berufsbezogene Schwerpunktbildung und Kommunikationsfähigkeit auf internationaler Ebene ab.

Im Mittelpunkt des heutigen beruflichen Lebens steht sach- und fachgerechtes, persönlich durchdachtes Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung. Der Unterricht im Fachgymnasium legt hierfür durch handlungsorientiertes Lernen die Basis. Dabei wird am Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler angeknüpft.

Fächer und Kurse des Unterrichts werden, wo immer es sich anbietet, nicht als Einzeldisziplinen gesehen, sondern fächerübergreifend als Gesamtzusammenhang erfahrbar gemacht. Das Unterrichtsangebot wird durch Projekte und experimentelle Arbeiten abgerundet.

 Aufgabenfeld  Sprachlich-literarisch-
 künstlerisch (A)
 Gesellschaftswissenschaftlich (B)
 Mathematisch-naturwissenschaftlich-
 technisch (C)
 Fächer Deutsch
 Englisch
 Spanisch
 Poilitik
 Geschichte
 Betriebs- und Volkswirtschaft
 Religion
 Werte und Normen
 Technik
 Mathematik
 Informationsverarbeitung
 Physik

 Zusätzliche Fächer und Kurse

  • Experimentelle Arbeiten in Werkstätten und Labors
  • Praxis
  • Sport